Samstag, 2. Juni 2007

Konsequent Apple

Ich habe mich lange gefragt, was ich an Apples garstiger Musiksoftware iTunes eigentlich ganz besonders schlecht finde. Nun habe ich endlich einen Kandidaten: das konsequente Drag & Drop. Es ist so konsequent, daß es sogar dem allgemeinen Begriff der Konsequenz bis in seine letzten und höchsten Implikationen folgt. Da man bei größtmöglicher Konsequenz irgendwann automatisch bei der Hegelschen Dialektik landet, ist Konsequenz immer auch mit ihrem Gegenteil verbunden, also strengster Inkonsequenz. Bei iTunes äußert sich das so, daß das sensationelle Drag & Drop zwar grundsätzlich überall funktioniert, tatsächlich aber eben nur an ausgewählten Stellen und in ausgewählten Situationen. Es folgt damit dem heiligen Funktionsprinzip früherer Software von Apple: Ärgere den Nutzer, wo es nur geht.

Ich will aber nicht ausschließen, daß iTunes so um 1995 vielleicht sogar ein ganz passables Programm zur Musikverwaltung gewesen wäre.

Kommentare:

  1. It's not a bug, it's a feature :)
    Schwachsinnigerweise hält Apple ja nun (zumindest optisch) an der Eintastenmaus fest, da ist D&D nun mal das präferierte Userinterface.
    Deiner Kritik fehlt die entscheidende Information: Was denn nun eigentlich genau nicht funktioniert. Da bleibt mir Apple-Jünger nur zu sagen:
    No, I won't fix your Windows!
    :)

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  2. Leider funktioniert das Drag & Drop ja eben nicht immer ... Besser läuft es zum Beispiel in WINAMP!

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