Posts für Suchanfrage Schweigen werden nach Relevanz sortiert angezeigt. Nach Datum sortieren Alle Posts anzeigen
Posts für Suchanfrage Schweigen werden nach Relevanz sortiert angezeigt. Nach Datum sortieren Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 13. Dezember 2006

1&1 macht null

Es ist gar nicht so einfach, bei einem führenden deutschen Anbieter - nennen wir ihn "NULL" - einen neuen DSL-Anschluß zu bestellen. Ich versuche das schon seit einigen Wochen. Doch der Reihe nach:

  1. Ich bin schon eine ganze Weile DSL-Kunde bei NULL, finde seit einiger Zeit mein DSL 1000 aber etwas zu langsam, vor allem beim Verschicken von Daten. Glücklicherweise bietet NULL gerade einen günstigen neuen DSL-Tarif mit bis zu 16.000 kbit/s an, nennen wir ihn 0DSL. Prima! Das Ding ist bestellt.
  2. Wenige Tage später bekomme ich Post von NULL, nämlich ein PDF mit einem Wechselantrag, den ich meinem alten Provider faxen soll. Moment mal! Ich bin doch bereits NULL-Kunde. Soll ich NULL also mitteilen, daß ich von NULL zu NULL wechsele? Höchst merkwürdig. Das sollten die doch selbst wissen? Aber ich füge mich und faxe. Gleichzeitig schicke ich den Leuten aber eine Mail, in der ich nach dem Sinn der ganzen Veranstaltung frage.
  3. Einige Zeit gibt es keinen Kontakt mehr zu NULL. Dann geht es Schlag auf Schlag. Im Briefkasten liegt ein weiteres Wechselformular zum Faxen, außerdem bekomme ich endlich Antwort auf meine E-Mail. Meine Frage, warum ich NULL per Fax von meinem Wechsel von NULL zu NULL informieren soll, wird klar und deutlich beantwortet: "Bitte lassen Sie uns die Ihnen übermittelte Anlage zur weiteren Bearbeitung Ihres Auftrages zukommen".
  4. Ich schicke eine weitere E-Mail an NULL, in der ich frage, warum ich ihnen die Anlage zur Bearbeitung zukommen lassen soll, wo ich sie ihnen doch schon längst zur Bearbeitung zukommen lassen habe.
  5. Nur einen(!) Tag spät liegt eine Entschuldigungsnachricht im Posteingang. Man versichert mir, daß man mit Hochdruck daran sei, "diese Problematik bzw. Verzögerungen zu klären". Juhu!
  6. Eine Woche Schweigen. Dann erhalte ich wieder eine E-Mail von NULL. Man bietet mir an, auf 0DSL umzusteigen - und zwar zu besonders günstigen Konditionen, da man die Erhöhung der Mehrwertsteuer für mich übernähme. Das Angebot ist sehr freundlich, teile ich per E-Mail mit, ob es auch für mich gültig ist?
  7. Die Antwort von NULL kommt wenig später und ist deutlich: "Das Angebot kommt für Sie leider nicht mehr in Frage, da Sie sich schon für 0DSL entschieden haben". So ein Mist, NULL hat recht!
  8. Wochenlanges Schweigen.
  9. Endlich erhalte ich wieder einen Anruf! Diesmal kommt er allerdings von der Firma WEPPPP.DE, die vor einiger Zeit von NULL übernommen worden ist. Der freundliche Mitarbeiter möchte wissen, ob ich mit meinem alten Internetzugang zufrieden sei. Man habe da einen sehr attraktiven Tarif der Schwesterfirma NULL im Angebot ...
  10. Ich erkläre ihm, daß ich seit Wochen auf nichts sehnlicher als eben diesen Tarif warte. Er möchte wissen, warum er das nicht wisse. Ich könnte es ihm sogar verraten: NULL Organisation.
  11. Einen Tag später wieder eine Entschuldigungsmail von NULL. Man teilt mir (un-)sinngemäß mit, daß 0DSL bei mir zwar verfügbar, aber irgendwie eben auch nicht verfügbar sei. Sie bräuchten noch 1-2 Wochen ...
Ich bleibe dran!

Sonntag, 5. August 2007

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

Meine Eltern sind mal wieder zu Besuch in der Fächerstadt, und wir entscheiden uns, ihnen endlich das Beste zu zeigen, das Karlsruhe zu bieten hat: die Pfalz. Unser Weg führt uns über das Kurt-Beck-Dorf Steinfeld und den unspektakulärsten Grenzübergang der Gegend schließlich ins schöne Schweigen, den südlichsten Weinort der südlichen Weinstraße. Kann denn Süden Sünde sein? Durchaus nicht, finden wir, und marschieren schnurstracks zum Weingut Bernhart; dort ist bekanntlich jeder Schluck ein Treffer. Gleich in der Hofeinfahrt erleben wir eine angenehme Überraschung: Wir stolpern über einen Weinfreund, der gerade seine Weineinkäufe fürs Wochenende verladen will - Guido! Leider ist er kurz vor seinem Urlaub etwas in Eile, und so kann er uns gerade noch einen Tip mit auf den Weg geben. Wir sollten uns doch mal die Weißburgunder-Spätlese der Bernharts anschauen. Gesagt, getrunken! In der Probierstube entdeckt Anke einen weiteren feinen Tropfen, nämlich die Riesling-Spätlese von 2005. Leider ist die fantastische Spätburgunder-Spätlese ausverkauft. Der alte Herr Bernhart verrät uns aber, daß Anfang September der neue Jahrgang in den Verkauf gelangt, juhu! Angesichts der tollen Spätlesen muß man wohl Gorbatschows berühmten Satz doppelt falsch zitieren, den er wahrscheinlich ohnehin nie gesagt hat: Wer spät liest, den belohnt das Leben.

Vollbeladen geht es dann zu einem kleinen Stadtspaziergang nach Wissembourg und schließlich weiter nach Klingenmünster, wo wir uns eigentlich im urigen Café Rosinchen stärken wollen. Doch wir erleben eine conditio rosine qua non - man hat geschlossen! Höchst bedauerlich, aber glücklicherweise kann man auf der Burg Landeck gleich oberhalb des Ortes ebenfalls nett speisen und sich zudem an der tollen Aussicht erfreuen.

Abends kommen wir dann müde, aber zufrieden wieder in Karlsruhe an. Zu unserer Erleichterung stürzt die Rheinbrücke nicht ein - heutzutage ja keine Selbstverständlichkeit.

Montag, 28. Januar 2008

Ausgekocht

Die Landtagswahl in Hessen endete enttäuschend. Der Wahlkampf hatte alles, was ein Schlagzeilenschreiber braucht, und dann bringt sogar die taz nur einen ziemlich müden Aufmacher: Roland Koch droht die Abschiebung. Großes Gähnen auch bei der Süddeutschen und natürlich der F.A.Z. - von der FR ganz zu schweigen.

Ich freue mich schon auf den Tag, an dem Peter Struck Bundeskanzler und Christian Wulff sein Vize wird. Vorschlag für den Aufmacher: "Peter und der Wulff". Doch leider, leider gibt es die Schlagzeile schon, und dann auch noch in der Volkswagen-Mitarbeiterzeitschrift ...

Donnerstag, 26. April 2007

Freibeuter des Weins

Im Winter gibt es im Weinforum an der Durlacher Allee nur relativ wenige Verkostungsabende. Wenn's draußen kalt und ungemütlich ist, müßte Joachim Rieth-Vogt schon Stunden vorher die Heizung hochdrehen, und der rabiate Temperaturwechsel würde seinen Weinen wohl nicht besonders gut bekommen. Also wartet er liebere auf wärmere Zeiten.

Doch jetzt ist ja endlich Frühling - und es gibt wieder Weinproben, juhu! Heute steht ein Weißweinabend an, es treten verschiedene Weiß- und Grauburgunder aus Italien, Baden und der Pfalz gegeneinander an. Natürlich sind die Flaschen wie immer verhüllt, damit niemand durch das Etikett beeinflußt wird. Gemeinerweise hat Joachim Rieth-Vogt einen Piraten eingeschmuggelt: Einer der zwölf Weine ist kein Weiß- oder Grauburgunder. Und wir sollen nun herausfinden, welcher. Keine leichte Aufgabe ...

Nach mehr als zwei Stunden wird das Rätsel gelöst: Der Pirat war Wein Nummer 10, und nur eine Teilnehmerin hat es gewußt (oder geraten?). Die Rebsorte ist allerdings auch höchst ungewöhnlich: Sie heißt nach ihrem Züchter Philipp Cuntz, niemand von uns hat je von ihr gehört. Produziert hat sie der Weißwein-Spezialist Klaus Scheu aus dem schönen Schweigen. Mir hat an dem Abend aber die Weißburgunder-Spätlese von Heiner Sauer aus Böchingen am besten gefallen (aus der berühmten Burgunder-Lage Godramsteiner Münzberg - dort wächst ja auch die leckere Cuvee Gustav). Sie wirkt sehr harmonisch und hat einen feinen Nußton. Im Urteil aller Weinfreunde an diesem Abend landet der feine Tropfen allerdings nur auf dem zweiten Platz.

Denn der Sieg geht - an den Piraten! Wieder einmal ein Beweis dafür, daß die bösen Jungs am Ende meist als Gewinner vom Platz gehen.

Sonntag, 1. April 2007

Einfach irre

Spontaner Kurzbesuch beim Weingut Bernhart in Schweigen. Die sensationelle Spätburgunder-Spätlese und zwei Gewürztraminer-Varianten einladen, dann noch schnell über die Grenze nach Frankreich und endlich mal wieder Îles flottantes besorgen. Bei der Abfahrt vom Supermarkt dann eine heitere Szene. Scherzkekse haben an einigen Buchstaben des Abschiedsschildes herumgekratzt. Dort steht nun: "Vielen Dank für irren Besuch". Eine kleine elsässische Aufmerksamkeit für den großen teutonischen Nachbarn ...

Sonntag, 8. Juli 2007

Hallöle, Hanseat

Tom ist mal wieder zu Besuch in der Fächerstadt, und es stehen drei anstrengende Tage auf dem Programm. Wir starten mit einer Runde Sushi und jagen dann zu WEB.DE, wo wir von unserem Kontaktmann mit einem ganz hervorragenden Kaffee verwöhnt werden. Vive le Franque! Anschließend wird es ernst: ZKM! Es gibt wie üblich Ärger mit meinem angeblich zu großen Rucksack, aber diesmal kann ich die Kulturtürsteherin nicht überzeugen und bunkere ihn darum im Schließfach. Die Ausstellung regt uns wie immer zu einer spannenden Frage an: Was ist das ZKM? Oder allgemeiner: Was ist Kunst? Oder noch allgemeiner: Was ist was? Alle drei Fragen bleiben unbeantwortet - was vielleicht gar nicht mal die schlechteste Lösung ist!

Abends treffen wir Frank im Sol i Luna in Durlach wieder und bestaunen zunächst seine bemerkenswert antizyklische Kleidung, nämlich einen langen schwarzen Ledermantel. Am Tisch werden wir dann von der charmanten Kirsten bedient und wundern uns, auf welche Gegend denn ihr homöopathischer Akzent hinweist. Die drei Cheflinguisten sind sich sicher: Es handelt sich ganz sicher um unterdrücktes Sächsisch, allenfalls um die Zunge des Münsterlandes! Doch als Kirsten das Rätsel auflöst, ist die Verwunderung groß: Ihre Wurzeln sind halb ungarisch und halb italienisch. Nun ja, weit daneben ist auch vorbei. Später möchte die vierjährige Vivian vom Nebentisch wissen, ob wir Diebe seien - ihr Vater sei Polizist. Außerdem droht sie uns noch eine kriminalistische Innovation an: Polizeipferde mit Blaulicht! Doch wir können entkommen und beenden den Abend als freie Bürger im Durlacher Vogel.

Der nächste Tag steht ganz im Zeichen von Investitionen mit einer Rendite von wenigstens 12 (Volumen-)Prozent: Wir fahren an die Weinstraße, um Tom die Vorzüge des Pfälzerweins nahezubringen. Die erste Station ist das Weingut Jülg in Schweigen, bei dem wir einen fantastischen Riesling entdecken - die Rotweine aus dem großen Holzfaß überzeugen uns allerdings nicht unbedingt. Als nächstes geht's gleich nebenan zu Friedrich Becker, der ja laut Gault-Millau den besten Spätburgunder Deutschlands produziert. Der Mitarbeiter ist angesichts der sieben Gäste in der Probierstube etwas überfordert, aber nach einigem Hin und Her gelingt es ihm zu unserer Überraschung dennoch, uns Wein zu verkaufen. Leider nicht unbedingt den richtigen, wie Günther später bemerkt: Der Bursche hat ihm versehentlich dieselben Sorten wie mir eingepackt. Weinimprovisation! Nach einer kleinen Stärkung im Gutsausschank Leiling steuern wir den letzten Punkt unserer Weinreise an, das Weingut Fader im pittoresken Rhodt unter Rietburg. Hier entdeckt Tom die Überraschung des Tages: einen halbtrockenen(!) 2005er Dornfelder für 3,60 Euro. Wenn es eine Pfälzer Einstiegsdroge gibt, dann diese! Noch ein kleiner Rhodt-Tip von Günther: In der Theresienstraße 33 kann man bei Roswitha Wolff sortenreines Weingelee kaufen.

Am nächsten Morgen sind wir bei Anke zu einem opulenten Frühstück eingeladen. Nach einer Partie Terra Nova bringt Tom dann mit der Aufnahmefunktionen seines Handys ihren Wellensittich Hugo völlig aus dem Konzept. Das tschilpende Ding auf dem Käfig ist vielleicht zwar etwas eckig, aber vielleicht ist es ja doch ein Artgenosse? Hugo goes mad und wirft mit Salatblättern um sich. Ziemlich un(wellen-)sittliches Verhalten!

Nach einer Minitour durch den nördlichen Schwarzwald (Ettlingen - Bad Herrenalb - Schloß Schänke in Gernsbach - Baden-Baden) geht's dann zum knuffigen Baden-Airpark. Adele!

Sonntag, 4. November 2007

Gewürztraminer-Wettstreit


Es ist mir ja beinahe selbst etwas peinlich, hier dauernd von Schweigen zu reden. Da ich aber wohlweislich gleichzeitig über Reden schweige, kann sich eigentlich niemand beschweren ...

Anläßlich des Gewürztraminer-Wettstreits fahren wir also mal wieder in das Dörfchen an der elsässischen Grenze. Im Sommer hatte eine Fachjury zunächst zwölf Gewürztraminer aus ganz Deutschland ausgesucht, die dann im Zug einer Publikumsbewertung in die endgültige Siegerreihenfolge gebracht wurden. In der Schweigener Gemeinschaftshalle fand schließlich die Preisverleihung statt - und zwar in Form eines Menüs mit sieben (eigentlich sogar acht) Gängen. Dazu wurden jeweils die Weine aus der Endrunde gereicht.

Wir haben Glück und sitzen mit zwei Winzerfamilien am Tisch, die im Laufe des Abends prämiert werden. So erfahren wir so manches über die Anstrengungen, den Gewürztraminer im Fahrwasser des Rieslings zu einem internationalen Erfolgswein zu machen. Die ganze Veranstaltung ist vielleicht etwas ländlich, aber doch lustig. Am Ende landen zwei Gewürztraminer aus St. Martin auf den ersten beiden Plätzen: die 2005er-Auslese St. Martiner Baron vom Aloisiushof und der 2006er Elegance des Alten Schlösschens. Mir gefällt allerdings der 2006er Ruppertsberger Linsenbusch des Ruppertsberger Winzervereins am besten.

Nach dem offiziellen Teil lädt uns Axel Scheu noch zum "Nachsitzen" in seiner Winzerstube direkt neben dem Deutschen Weintor ein. Apropos: Vom Balkon meines Zimmers (siehe oben) blicke ich direkt auf das imposante Bauwerk - ein erhebendes Gefühl.

Sonntag, 13. April 2008

Ausflug in die Pfalz

Spontane Einkaufstour in den Westen! Die erste Station ist Lauterbourg, wo wir uns reichlich mit französischen Kulturgütern eindecken (u.a. crème aux œufs). Dann geht es weiter ins schöne Schweigen zu den üblichen Verdächtigen. Nachdem sich der Portugieser der Bernharts ja vor einiger Zeit schwerste Kritik gefallen lassen mußte, bin ich auf der Suche nach Alternativen. Die St.-Laurent-Spätlese entpuppt sich in der gemütlichen Probierstube des Weinguts als überraschend feines Tröpfchen mit ungewöhnlichen Aromen (gekochte Pflaume? Rumtopf?), da muß ich doch glatt mal einen Experimentierkarton für zu Hause mitnehmen. Leider muß man für die Flasche 14,50 Euro zahlen. In Frankreich bekommt man für das Geld schon richtig tolle Weine - mal schauen, wie sich der St. Laurent entwickelt ...

Nach einem Schlenker zur Burg Trifels geht es dann zurück in die badische Metropole. Man kann ja sagen, was man will, aber die Pfalz ist wirklich das Beste an Karlsruhe.